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DGB -Ausstellung im Kreishaus

29 Tafeln zum Thema Neofaschismus

HEIDE (pid). Mit der aktuellen DGB-Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" öffnet der Kreis Dithmarschen vom 17. März bis zum 7. April 2006 nach Veranstaltungen wie "Karikaturen gegen Rechts" von Jürgen Tomicek erneut sein Foyer für ein gesellschaftskritisches Thema. Das DithmarscherKreishaus ist seit 32 Jahren Sitz der Kreisverwaltung, Ort der politischen Debatten und eine erste Adresse für Ausstellungen. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Ich wünsche der aktuellen Ausstellung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, dass sie insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene zur Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema angeregt."

Die Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" besteht aus 29 Tafeln. Sie wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und der IG Metall konzipert und bereits an mehreren Orten Norddeutschlands gezeigt. "Weil das Thema hochaktuell ist, haben wir jetzt die Ausstellung nach Heide geholt", sagt DGB-Regionsvorsitzender Karsten Wessels:"Es geht uns darum, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie durch Intoleranz, Rassismus und Fremdenhass die Würde des Menschen in Wortund Tat verletzt wird."

Organisationen und Ideologien werden von den Ausstellungsmachern hinterfragt und von Professor Dr. Uwe Danker, Institut für Zeit- und Regionalgeschichte, zur Ausstellungseröffnung am 17. März, 19 Uhr anschaulich interpretiert. Historiker Martin Gietzelt vom Verband Volkshochschulen im Kreis Dithmarschen führt die Gäste auf Wunsch durch das Thema. Einen Ausstellungskatalog gibt es beim DGB.



Die Wanderausstellung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Lebenswelt" von DGB, IGM und Arbeit und Leben statt. Ein weiterer Vortrag ist für Donnerstag, den 6. April 2006 (19 Uhr, Kreishaus Heide) mit dem Rechtshistoriker Dr. Klaus Bästlein geplant. Er hat sich mit dem "Justizterror im Nationalsozialismus" beschäftigt und Urteile des schleswig-holsteinischen Sondergerichtes untersucht. Darunter sind auch Fälle aus Dithmarschen, zum Beispiel ein Todesurteil gegen den polnischen Zwangsarbeiter Bronislaw Duda.

Landrat Dr. Jörn Klimant: "Das sind Beiträge, über die man reden sollte. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass die Menschen für die politischen Gefahren sensibilisiert werden, die aus einer rechtsextremistischen Ideologie erwachsen können."