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Bestehende Bildungsangebote bleiben an den Standorten bestehen

BBZ Dithmarschen: Heide und Meldorf fusioniert

MELDORF/HEIDE (pid). Die Fusion der beiden Berufsschulen Heide und Meldorf zum BerufsBildungsZentrum Dithmarschen ist vollzogen. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Wir stehen am Beginn einer neuen Ära des Berufsschulwesens in Dithmarschen." Jetzt gibt es in Dithmarschen einen starken Bildungsdienstleister, das BerufsBildungsZentrum Dithmarschen (BBZ) mitStandorten in Brunsbüttel, Heide und Meldorf. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Mit dieser Fusion sind wir bildungspolitischer Vorreiter in Schleswig-Holstein."

Das Ministerium für Bildung und Frauen hat Oberstudiendirektor Peter Kruse, ehemaliger Leiter der Berufsschule in Meldorf, die Gesamtleitung übertragen. Verantwortlich für die pädagogische Arbeit der einzelnen Standorte sind Oberstudienrat Volker Markmann (Brunsbüttel), Studiendirektor Johann Josef Moutty (Heide) und Studiendirektor Jens Mißfeldt (Meldorf).

Schon 2001 haben sich Schulträger und Berufsschulen zusammen mit der Fachhochschule Westküste intensiv mit Frage einer strategischen Neuausrichtung der Beruflichen Schulen des Kreises Dithmarschen auseinandergesetzt. Aus der Erkenntnis heraus, dass nur entsprechend große und flexible Organisationen auf die schnellen Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Technik reagieren können, verfestigte sich die Vorstellung, dass dieses nur in einer gemeinsamen rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Bildungseinrichtung möglich ist.


Behörde wird zum Bildungsdienstleister


Der Landrat: "Da in Dithmarschen von jeher ein besonderer Wert auf den Erhalt qualifizierter Bildungsangebote in der Region gelegt wird, entschied der Kreistag im Oktober 2001, die Berufsschulen in Heide und Meldorf im Rahmen des Modellprojektes 'Regionale Berufsbildungszentren (RBZ)' des Landes Schleswig-Holsteins, zum BerufsBildungsZentrum im Dithmarschen zusammenzuführen."

Die Kollegien der beiden Berufsschulen haben innerhalb von vier Jahren mit sehr großem Engagement die Neuausrichtung der Bildungseinrichtungen von einer Behörde zu einem Bildungsdienstleister gemeinsam in Angriff genommen.

Dieser Prozess, so Dr. Klimant, ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bis der zweite Schritt in die rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit erfolgen kann, sind noch wesentliche Instrumente zu erproben wie zum Beispiel Kontraktmanagement, Qualitätsmanagement und neue Gremien- und Teamstrukturen.

Bedingungen für den folgenden Schritt sind auch entsprechende abschließende politische Entscheidungen auf Landes- und Kreisebene. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Erste verbindliche Regelungen finden sich im Entwurf zum neuen Schulgesetz." Hier gibt es für die Berufsschulen ein eigenes Kapitel wo auch die Besonderheiten der Regionalen Berufsbildungszentren geregelt sind.Grundsätzlich hat der staatliche Bildungsauftrag Vorrang vor weiteren schulischen Angeboten zum Beispiel in der Weiterbildung.

Landrat Dr. Jörn Klimant: "Für die Betriebe, Eltern, Schülerinnen und Schüler, die Partner des BerufsBildungsZentrums Dithmarschen ändert sich derzeit nichts. Die bestehenden Bildungsangebote werden weiter wie bisher an den jeweiligen Standorten vorgehalten."