Und es waren auch Dokus dabei, die nicht nur die schrecklichen
Taten der damaligen Machthaber aufzeigen, sondern sich auch mit den Hintergründen
und den manchmal auch menschlichen Zügen auch der schlimmsten Verbrecher
beschäftigten.
Das gehörte der UNTERGANG und nun auch die Geschichte des Albert Speer
im Dreiteiler SPEER und ER im Ersten.
Bild: WDR/Ullstein
Eines ist sicher: Speer muß vieles verschwiegen haben und hat sich die
Begebenheiten der damaligen Zeit wohl auch positiv zu seinem Vorteil zurechtgerückt.
Trotzdem geriet man beim Zuschauen manchmal in Gefahr, sogar Mitleid mit diesem
Mann zu bekommen. Hat er wirklich nicht alles gewußt?
Eine wirklich gut gemachte, nicht zu reißerische Dokumentation, bei
der man oft verzweifeln kann, warum damals eben doch niemand diesem Schrecken
ein Ende setzen konnte.
Ein wirklich sehenswerter Film.
...der vierte Teil bringt einen zurück auf den Boden der Tatsachen
Der Dreiteiler ist eigentlich ein Vierteiler, denn es folgen noch 1 1/2 Stunden
Aufarbeitung. Und dieser Teil der Dokumentation bringt einen auf den Boder
der Tatsachen zurück.
Albert Speer hat sich spätestens im Gefängnis, aber wohl auch schon
während der Gerichtsverhandlung eine eigene Betrachtung der Verantwortung
und seiner Taten zusammengebaut, zusammen gelogen kann man wohl auch sagen.
So jedenfalls ist das Fazit der anschließenden Aussagen vieler Historiker.
Es bleibt einiges noch immer offen, aber man kann sagen, Albert Speer hätte
wohl auch hängen müssen! Auch hemmungsloser Ehrgeiz und Scheuklappen
dürfen vor gerechter Strafe nicht schützen.


"Speer und Er“ ist eine Produktion der Bavaria
Film GmbH in Koproduktion mit dem WDR, NDR, BR, ORF, gefördert von der
Filmstiftung NRW, FilmFernsehFonds Bayern und Media (Programm der Europäischen
Union). Regie: Heinrich Breloer, Buch: Heinrich Breloer/Horst Königstein,
Kamera: Gernot Roll, Ausstattung: Götz Weidner, Musik: Hans P. Ströer.
Produzenten: Thilo Kleine und Michael Hild, Redaktion: Barbara Buhl (WDR,
federführend), Cornelia Ackers (BR), Doris J. Heinze (NDR) und Ernst
Petz (ORF). Die Dokumentation wurde redaktionell von Enno Hungerland (WDR)
betreut.


