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Texte / Fotos:
Alle Fotos: ARD/Stefan Falke


Speer und Er - eindrucksvolle Dokumentation im Ersten



speer und er
Zum 60. Jahrestag der Kapitulation Deutschlands gab es eine Unmenge an Dokumentationen und Spielfilmen im Fernsehen und auch im Kino.

Und es waren auch Dokus dabei, die nicht nur die schrecklichen Taten der damaligen Machthaber aufzeigen, sondern sich auch mit den Hintergründen und den manchmal auch menschlichen Zügen auch der schlimmsten Verbrecher beschäftigten.
Das gehörte der UNTERGANG und nun auch die Geschichte des Albert Speer im Dreiteiler SPEER und ER im Ersten.

Albert Speer Bild: WDR/Ullstein

Eines ist sicher: Speer muß vieles verschwiegen haben und hat sich die Begebenheiten der damaligen Zeit wohl auch positiv zu seinem Vorteil zurechtgerückt.
Gericht Albert Speer
Trotzdem geriet man beim Zuschauen manchmal in Gefahr, sogar Mitleid mit diesem Mann zu bekommen. Hat er wirklich nicht alles gewußt?
Eine wirklich gut gemachte, nicht zu reißerische Dokumentation, bei der man oft verzweifeln kann, warum damals eben doch niemand diesem Schrecken ein Ende setzen konnte.

Ein wirklich sehenswerter Film.

...der vierte Teil bringt einen zurück auf den Boden der Tatsachen

Der Dreiteiler ist eigentlich ein Vierteiler, denn es folgen noch 1 1/2 Stunden Aufarbeitung. Und dieser Teil der Dokumentation bringt einen auf den Boder der Tatsachen zurück.
Albert Speer hat sich spätestens im Gefängnis, aber wohl auch schon während der Gerichtsverhandlung eine eigene Betrachtung der Verantwortung und seiner Taten zusammengebaut, zusammen gelogen kann man wohl auch sagen.
So jedenfalls ist das Fazit der anschließenden Aussagen vieler Historiker.
Es bleibt einiges noch immer offen, aber man kann sagen, Albert Speer hätte wohl auch hängen müssen! Auch hemmungsloser Ehrgeiz und Scheuklappen dürfen vor gerechter Strafe nicht schützen.

Alber Speer im Gefängnis

Germania

.

Die Lebensgeschichte des
Albert Speer.


Albert Speer
Nach dem Welterfolg seines Familienporträts "Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ setzt sich Heinrich Breloer in seinem neuen Doku-Drama mit Hitlers oberstem Architekten und späteren Rüstungs-minister Albert Speer auseinander. "Speer und Er“ ist der erste deutsche Film, der den Lebensweg Speers nachzeichnet. Das Drehbuch schrieb der mehrfach ausgezeichnete Autor und Regisseur gemeinsam mit Horst Königstein. Auch für "Speer und Er“ wählten sie die von ihnen geprägte offene Form aus Spielszenen und Dokumentation. Drei der Kinder Speers, Albert jr., Hilde und Arnold, stellen sich den Fragen Heinrich Breloers.

Albert Speer

Der erste Teil, "Germania – Der Wahn“, am Montag, 9. Mai, um 20.15 Uhr erzählt den Aufstieg und Fall von Hitlers Lieblingsarchitekten, der zu seinem Kriegsorganisator wurde und als Spitzentechnokrat die Dauer des Krieges wesentlich verlängerte. Teil 2, "Nürnberg – Der Prozess“, am Mittwoch, 11. Mai, 20.15 Uhr, zeigt, mit welcher Verteidigungsstrategie Speer vor dem Nürnberger Tribunal seinen Kopf aus der Schlinge zog und lässt das gesamte Personal der Kriegsverbrecherprozesse in einem spannungsvollen Nebeneinander aus authentischen Filmprotokollen und Nachinszenierungen auftreten. Teil 3 "Spandau – Die Strafe“, am Donnerstag, 12. Mai, um 20.15 Uhr konzentriert sich auf Speers zwanzig Jahre im Spandauer Gefängnis – eine Zeit der "Verpuppung“, in der der Täter Speer parallel zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung der Bundesrepublik seine zukünftige Rolle als Chronist des Dritten Reichs vorbereitet. Die Dokumentation "Die Täuschung“, am Donnerstag, 12. Mai, um 23.00 Uhr zeichnet die Jahre nach der Entlassung Speers 1966 bis zu seinem Tod im Jahr 1981 nach, in denen sich Speer mit seinen beiden Weltbestsellern "Erinnerungen“ und "Spandauer Tagebücher“ für die Deutschen in die Rolle des "Entlastungsnazis“ schrieb.

In den Hauptrollen sind Sebastian Koch als Albert Speer und Tobias Moretti als Hitler zu sehen. Zu den weiteren Darstellern gehören u.a. Dagmar Manzel (Margarete Speer), Susanne Schäfer (Speers Sekretärin Annemarie Kempf), André Hennicke (Rudolf Hess), Axel Milberg (Rudolf Wolters) und August Zirner (Dr. Gilbert).

"Speer und Er“ ist eine Produktion der Bavaria Film GmbH in Koproduktion mit dem WDR, NDR, BR, ORF, gefördert von der Filmstiftung NRW, FilmFernsehFonds Bayern und Media (Programm der Europäischen Union). Regie: Heinrich Breloer, Buch: Heinrich Breloer/Horst Königstein, Kamera: Gernot Roll, Ausstattung: Götz Weidner, Musik: Hans P. Ströer. Produzenten: Thilo Kleine und Michael Hild, Redaktion: Barbara Buhl (WDR, federführend), Cornelia Ackers (BR), Doris J. Heinze (NDR) und Ernst Petz (ORF). Die Dokumentation wurde redaktionell von Enno Hungerland (WDR) betreut.



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Ein neuer, kritischer Blick auf Albert Speer war überfällig. Mit Heinrich Breloer hat sich einer der besten deutschen TV-Regisseure, bekannt für fachliche Kompetenz und akribische Recherchen, des Themas angenommen. Der Begleitband zu seinem großen Speer-Film bietet eine überzeugende Verknüpfung von Biografie und Zeitgeschichte. Er lässt die Karriere des Hitler-Vertrauten und seine tiefe Verstrickung in die Verbrechen des NS-Regimes in neuem Licht erscheinen.