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US-Hexenjagd auf unanständige Werbung




Washington (pte, 09. Feb 2005 14:00) - Der US-Kongress beschließt heute, Mittwoch, die Anhebung der Geldstrafen für unanständige Werbung von 32.500 Dollar auf bis zu 500.000 Dollar je Vorfall. Der Media Guardian schreibt von einer Partei übergreifenden Einigkeit im US-Kongress über die Verschärfung der Strafen für Sender, die gegen die Werbevorschriften verstoßen. US-Verbraucherschutzorganisationen und christlichen Aktivisten, die schon lange massiv gegen Obszönitäten in der Werbung kämpfen, hat die Nipplegate-Affäre neuen Aufwind gegeben, der nun bis in den US-Kongress geweht ist.
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Wird der Antrag vom Kongress genehmigt, sind Strafen in Millionenhöhe zu erwarten. Das würde einen Quantensprung bedeuten, denn die Federal Communications Commission (FCC) hat, alle Fälle der vergangenen vier Jahre zusammengerechnet, gerade einmal 48.000 Dollar an Strafgeld verhängt. Allein durch die Nipplegate-Affäre und angespornt durch religiöse Aktivisten und Organisationen wie dem Parents Television Council hat die FCC jedoch Strafen in der Höhe von insgesamt acht Mio. Euro verhängt. Der Skandal-Radiomoderator Howard Stern bezeichnete die Kampagne als "McCarthy-artige Hexenjagd" gegen die freie Meinungsäußerung. Der Sender, bei dem er eine Show hat, wurde zu einer Strafe von 1,75 Mio. Dollar verdonnert.

 

 

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USA - Strafen in Millionenhöhe




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Bei uns in Deutschland ist man nicht so prüde, hier darf man doch auch einmal mehr zeigen. Allerdings sollten auch wir darauf achten, das z.B. frauenverachtende oder gewaltverherrlichende Werbung umgehend unterbunden wird.
Aber, siehe "Nipplegate" in den USA - man kann es mit der künstlichen Moral auch übertreiben.

Was war Nipplegate?
Vor gut einem Jahr trat Janet Jackson im Rahmen des Super-Bowl Footballspieles auf. Ihr Gesangspartner Justin Timberlake riß während des Duos einen Teil des Bustiers herunter und so war die eine nackte Brust von Janet Jackson zu sehen.
Dieser Vorfall, live im TV, löste in den Vereinigten Staaten einen riesigen Skandal aus. In den Medien wurde der Fall als „Nipplegate” berühmt.




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